Text:
Ich mues use jede Tag ufd Strass, id Gass, in Park, in Bus und ufs Tram. Dänn chumi wieder zrugg und bin wieder da, am glyche Ort wie vorher und alls isch glych blibe so wies gsi isch.
Ein Tag isch glich wie de ander, ich mache viel und erinnere mich a nüt, als wär ich e leeri Hülle. Es leert mi, es löscht mich us, als ob ich nöd da wär, es passiert eifach ohni nüt zwölle.
DVeränderig isch selber stah blibe. Sie isch da, aber sie isch zu Nüt worde, e leeri Hülle. Sie blibt bim Alte, so als obs nüt anders gäb als Tradition, Brüüch, Familie und Wuet.
DWörter sind stah blibe. Mer redt, aber sie sind nüt worde, e leeri Hülle. Wörter über Konflikt, Chrieg, Klima, Chrankheite. Bedütigslosigkeit isch alli Täg da, aber es isch kein Alltag.
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Irgendwänn isches Zyt, dHülle falled, dSchale bricht wäg, die leere Wort verschwindet. Ich blybe zrugg und die andere Tier, dPflanze, dBerge, dsMeer, de Planet.
De Chern blibt, mer begegnet eus, mer sind per Du. Und wenns nur en Traum isch, das macht nüt. Solangs eus guet gaht, eus allne, meh bruchts nöd. Über Wahrheit rede isch schwierig, dFiktion isch ehrlicher. Ich, mis Gegenüber, die andere Tier, dPflanze, dBerge, dsMeer, de Planet.